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TV-SENDUNG • WZ > NOVEMBER 2022

Globale Frauengesundheit – Flucht und FGM/C

Workshop und Podiumsdiskussion

Sendung

Hier finden Sie die Sendung unabhängig vom Sendetermin auf unserem YouTube-Kanal. Der Link führt zu YouTube und dort zum Video. Aus Gründen des Datenschutzes binden wir Videos nicht direkt auf der Seite ein.

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Öffentliche Podiumsdiskussion mit TV‑Aufzeichnung: Sa 12. November 2022, 16:30-18:00 Uhr – Alte Aula der Universität , Ammerländer Heerstraße 69 – Oldenburg
Sendetermin bei Oldenburg eins steht noch nicht fest

Die Sendung ist aufgezeichnet, wird derzeit bearbeitet und an dieser Stelle nach Fertigstellung veröffentlicht.

Workshops

Der Tag begann mit einem Vortrag von dem Gynäkologen Dr. Christoph Zerm, der die Teilnehmenden mithilfe eindrücklicher Bilder über die verschiedenen Arten der Genitalverstümmelung aufklärte. Dr. Christoph Zerm arbeitet seit Jahren mit betroffenen Frauen zusammen und hat viele Schicksale begleitet.

Deplphine Takwi aus Kamerun, Mary aus Sierra Lone, Lola aus Nigeria und Radwa aus Sudan sind Aktivist*innen gegen FGM/C in Deutschland und weltweit. Die letzten drei Frauen wurden als Kind verstümmelt. Sie hatten den Mut, vor den Teilnehmenden von ihren Lebensgeschichten zu erzählen und wie sehr die Genitalverstümmelung ihr ganzes Leben beeinträchtigt hat. Delphine Takwi hielt einen Vortrag über das Thema Sexualität, Tabu und Genitalverstümmelung. Die Geschiten bewegten alle Teilnehmenden sehr.

Podiumsdiskussion

Das Thema der Podiumsdiskussion war zweigeteilt: Wie mag es Frauen gehen, die aus ihren Heimatländern fliehen mussten, weil ihre Sexualität nicht anerkannt wurde? Wie konnte ihnen in Deutschland geholfen werden? Das zweite Thema handelt von FGM: Aktivist*innen hier in Deutschland und im globalen Süden erzählen von ihrem Kampf gegen diese grausame Tat. Drei von FGM/C betroffene Frauen waren da und haben den Teilnehmenden eindrücklich von ihren Geschichten erzählt und wie die Beschneudung, in einem Fall sogar mehrfache Beschneidungen ihr Leben beeinträchtigt haben.

Gesprächspartner*innen der Sendung

  • Die Aktivistin Delphine Takwi erzählte von ihrem Kampf gegen FGM/C. Die interkulturelle Theologin ist vor 20 Jahren als Migrantin aus Kamerun nach Deutschland gekommen und kämpft für Frauenrechte, sowohl in Deutschland als auch in ihrem Heimatland. Sie arbeitet u.a. für eine Beratungsstellte für Frauen, die durch FGM/C verstümmelt wurden.

  • Drei Frauen, die als Kind selbst verstümmelt wurden, hatten den Mut, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Mary, Lola und Radwa arbeiten gemeinsam für einen Verein, der sich gegen FGM/C einsetzt.

  • Dr. Christoph Zerm ist Gynäkologe im Ruhestand und ist Aktivist gegen FGM/C. Er war viele Male in Afrika, um vor Ort aufzuklären und zu arbeiten. Außerdem hat er ein Aufklärungsmaterial für Betroffene und Allies erstellt, um allen ein besseres Verständnis von der verschiedenen Stufen der Verstümmelung und deren Folgen zu geben. Er berichtete von seiner Arbeit.

  • Mireille Malela musste aus ihrem Heimatland Kamerun fliehen, weil ihre Familie sie erbittert verfolgte, als sie sich als lesbisch offenbarte. Sie erzählte von ihrer Flucht und ihren Erlebnissen mit ihrer Familie, die Mireille den Tod wünscht.

  • Benjamin ter Balk arbeitet beim NTFN, dem Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge Niedersachsen in der psychologischen Beratung. Wir fragten ihn, wie sie arbeiten und wie er Geflüchteten helfen kann. Mehr zu NTFN findest du auf der Website | NTFN

  • Maren Kick ist Sexualpädagogin und arbeitet seit über 20 Jahren in der pro familia Beratungsstelle in Bremen-Nord. Sie arbeitet u.a. in der Sexuellen Bildungsarbeit mit Gruppen geflücheter Mädchen und Frauen zu allen Themen der sexuellen Gesundheit. Sie berät zudem von FGM/C betdrohte und / oder betroffene Mädchen und Frauen und gibt Hilfestellung bei der Kontaktaufnahme zur medizinischen Versorgungn| Beratungsstelle pro familia

  • Das Gesamtprojekt

    Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen des Projektes zur sozialen Gerechtigkeit statt. Dieses interprofessionelle Projekt wurde von Pflegeschüler*innen und Medizinstudent*innen gemeinsam organisiert und widmet sich dem Thema der solidarischen Gesundheitsversorgung. Es werden mehrere Workshoptage und zwei öffentliche Podiumsdiskussionen stattfinden. Hier ist ein Überblick über alle Teilprojekte. Wer Interesse hat, an den Workshops teilzunehmen, ist herzlich eingeladen!

    Alle Workshoptage im Überblick

    Für eine detailierte Ankündigung klicke auf den jeweiligen Termin!

    Bild Gesamtübersicht
    Klicke hier, um zur Gesamtübersicht zurückzukehren 

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    Praxis ohne Grenzen, Hamburg - Besuch
    Während eines Besuchs in Hamburg durften wir Ärzt*innen und Patient*innen der Praxis ohne Grenzen interviewen und mehr über die ehrenamtliche Arbeit der Klinik und das Leben der Patient*innen erfahren | mehr

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    Kapitalismus im Gesundheitswesen - Workshop und Öffentliche Podiumsdiskussion.
    In welche Richtung bewegt sich das Gesundheitswesen? Was sagen die Gewerkschaften und Berufsverbände? Um im globalisierten Markt wirtschaftlich zu handeln, muss alles effizienter werden. Ist dies auch im Gesundheitswesen der Fall? Welche Auswirkungen haben unsere lokalen Entscheidungen auf den globalen Süden und in welcher Form wird dieser in den Gewerkschaften bedacht? | mehr

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    Rekrutierung interationaler Pflegekräfte - Workshoptag
    Nicht erst seit der Covid-Pandemie haben wir einen immer größer werdenden Pflegemangel. Doch wie können wir ihm adäquat begegnen? Wie wirkt sich die Rekrutierung auf die Länder des globalen Südens aus, aus denen rekrutiert wird? Für und Wider werden diskutiert | mehr

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    Rassismus im Gesundheitswesen - Workshoptag
    Rassismus gehört zum Alltag von rassifizierten Menschen im deutschen Gesundheitswesen. Wie können wir Raum für eine kritische Auseinandersetzung mit strukturellem Rassismus in der Medizin schaffen? Wie begegnen Menschen aus dem globalen Süden Rassismus in Deutschland? | mehr

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    Globale Frauengesundheit – Flucht und FGM/C - Workshop und öffetliche Podiumsdiskussion
    Das Thema des Tages ist zweigeteilt: Wie mag es Frauen gehen, die aus ihren Heimatländern fliehen mussten, weil ihre Sexualität nicht anerkannt wurde oder weil sie als Sexsklavinnen verkauft wurden? Wie konnte ihnen in Deutschland geholfen werden? Das zweite Thema handelt von FGM: Aktivist*innen hier in Deutschland und im globalen Süden erzählen von ihrem Kampf gegen diese grausame Tat | mehr

    Organisation des Projektes

    Werkstatt Zukunft in Kooperation mit...

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    ... den Kritischen Mediziner*innen Oldenburg... | Website

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    ... und Auszubildende der Schule für Pflegefachberufe am Pius Hospital in Oldenburg | Website

    Förderer unserer Projekte zu Sozialer Gerechtigkeit

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    Gefördert durch Engagement Global...  | Website

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    ...mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

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    ...und durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung  | Website

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    Werkstatt Zukunft in Kooperation mit den Kritischen Mediziner*innen Oldenburg, der Pflegeschule des Pius Hospitals, sowie mit Oldenburg eins und weiteren Bürgersendern.


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