Werkstatt Zukunft
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TV-SENDUNG • WZ > NOVEMBER 2015

Werkstatt Zukunft demografisch

Von Redaktion, November 2015

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Nina Gmeiner und Andreas Büttner im Gepräch mit Jörg Bensberg (Vorsitzender Metropolregion und Landrat Ammerland) und Werner zu Jeddeloh (pro:connect e.V.) | Foto Barthel Pester

Bildung als Chance? Planbare Flüchtlingsströme? Werkstatt Zukunft hat in der Exerzierhalle des Oldenburgischen Staatstheaters dazu eingeladen, über die gesellschaftlichen Herausforderungen des demographischen Wandels in der Metropolregion Nordwest zu sprechen.

Werkstatt Zukunft hat das innovative Wohnprojekt Hermine-Költzschky-Haus in Oldenburg-Osternburg vorgestellt, das sich generationenverbindendes Wohnen zu erschwinglichen Preisen auf die Fahnen geschrieben hat. Die FabLabs Oldenburg und Bremen fördern mit ihren offenen Werkstätten Kreativität und Erfindergeist sowie Technikbegeisterung bei Kindern und Jugendlichen – den Fachkräften von morgen.

Um der Aktualität gerecht zu werden und wegen des öffentlich monierten Fachkräftemangels gab Werkstatt Zukunft dem Ammerländer Landrat Jörg Bensberg, Vorsitzender der Metropolregion Nordwest , und mit Werner zu Jeddeloh die Möglichkeit, „pro:connect“ vorzustellen, eine Anlaufstelle für arbeitssuchende Zuwanderer. Wie kann der Mangel an Facharbeitern bewältigt werden ohne dass junge Menschen als Auszubildende geschätzt sind, aber als Asylbewerber nur geduldet?

Ein 17jähriger Flüchtling aus Syrien hat davon berichtet, warum er nach Deutschland geflohen ist und was er sich davon verspricht. Der Bürgermeister der Samtgemeinde Barnstorf im Landkreis Diepholz, Jürgen Lübbers, informierte über den innovativen Ansatz des Projektes „Leben mittendrin – Innenverdichtung als Chance für ländliche Kommunen“.

Kultureller und besonders musikalischer Begleiter an diesem Abend waren die Oldenburger Global Music Players, die durch ihre Projekte Begegnung und Zusammenarbeit von Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern ermöglichen und Flüchtlinge und Migranten am öffentlichen Kulturleben beteiligen – neun Musiker_innen aus sechs Nationen.

Zum Hintergrund: So viel Zuwanderung wie aktuell gab es seit den 90er Jahren nicht mehr, als innerhalb von fünf Jahren beinahe drei Millionen Spätaussiedler und Asylsuchende nach Deutschland kamen. Doch die Probleme, die mit dem demografischen Wandel verbunden sind, sind vielfältig. Unter Zeitdruck ist diesen nicht beizukommen, schließlich ist die Entwicklung seit Jahrzehnten bekannt: Seit 1972 wird in Deutschland mehr gestorben als geboren.

Der demographische Wandel von Werkstatt Zukunft ist eine Fernsehsendung für Oldenburg eins und Radio Weser.TV. Erstausstrahlung am 18. November 2015 (Oeins) und einen Tag später bei Radi Weser.TV. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Oldenburgischen Staatstheater statt und wurde von der Metropolregion Nordwest gefördert.

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