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Werkstatt Zukunft

TV-SENDUNG • WZ > JANUAR 2018

Workshop Textilproduktion in globaler Perspektive

Von Redaktion, Januar 2018

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Baumwollernte | Foto Pixabay, CC0

Im Dezember 2017 hat Werkstatt Zukunft ein Projekt von Schüler*innen des 12. Jahrgangs der Kooperativen Gesamtschule Rastede begleitet und gemeinsam mit ihnen eine öffentliche Präsentation vorbereitet und als Sendung aufgezeichnet | Themenseite

In Theorie und Praxis haben wir an aktuellen Themen rund um unsere Kleidung gearbeitet, nach Nachhaltigkeit und fairen Produktionsbedingungen gefragt und Alternativen zu „Fast Fashion“ kennengelernt und erprobt. Dabei haben uns Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen unterstützt.

Grundlagen: Globalisierung der Produktion

Vorträge und Gruppenarbeit bestimmten den Auftakt des Workshops. Christine Höbermann aus Hannover gibt eine Einführung in globale Strukturen mit Bezug auf Textilproduktion: Warum wird eigentlich nicht mehr in Deutschland produziert? Wie kommt das? Sie engagiert sich für die „Kampagne für saubere Kleidung“, eine international tätige NGO, ist Vorsitzende des „3WF Hannover – Forum für eine andere Welt e.V.“ und Mitarbeiterin an der Leibniz Universität Hannover.

Was über die Verlagerung der einzelnen Produktionsschritte in das jeweils billigste Land und die damit verbunden Transportwege, über die Arbeitsbedingungen der Arbeiter*innen und über die Umweltbelastung zu sagen ist, findet sich in der von den Schüler*innen produzierten Sendung wieder.

Website | Kampagne für Saubere Kleidung
Website | 3WF Hannover

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Hanna Ehlert hat Bekleidungstechnik und anschließend Nachhaltigkeitsökonomie studiert. Sie erarbeitet mit den Teilnehmer*innen den grundlegenden Unterschied zwischen Fast und Slow Fashion – zwischen schnelllebigem Konsum und nachhaltigem Gebrauch, verbunden mit fairen Produktionsbedingungen. Dabei berichtet sie von eigenen Erfahrungen in der Textilproduktion mehrerer asiatischer Länder.

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Nachhaltiges Handeln – Praktisch erprobt

Anschließend zeigt Hanna in einem Praxis-Workshop, wie gebrauchte Kleidung mit einfachen Mitteln attraktiv und individuell umgestaltet werden kann (Upcycling). Wiederverwendung spart nicht nur weltweit Ressourcen in Landwirtschaft, Produktion und Transport, sondern eröffnet auch für Konsument*innen finanzielle Spielräume, langlebige und fair produzierte Mode zu kaufen.

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Auch Dorothea Schachtschneider, als Schneidermeisterin am Oldenburgischen Staatstheater tätig, zeigt in ihrem Praxisworkshop Wege zum Upcyling und berichtet, wie gerade am Theater Kostüme nicht nur individuell angefertigt sondern auch immer wieder umgearbeitet werden.

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Erste Videos entstehen als Einspieler für Veranstaltung und Sendung im Schneider-Workshop zum Thema Upcycling und als Erklär-Video: Wie setzt sich der Preis eines T-Shirts zusammen, das in unserem Beispiel im Laden 29 € kostet. Was kosten Material, Verarbeitung und Transport? Wer verdient sonst daran? Und schließlich: Die Näherin in Bangladesch erhält für ihre Arbeit 18 ct.

YouTube | Workshop Upcycling
YouTube | Erklär-Video: Der Preis des T-Shirts

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Nachhaltige Mode als Wirtschaftsfaktor

Matthias Hebeler, produziert mit seinem Unternehmen „brainshirt“ seit zehn Jahren öko-faire Herrenmode. Der Unternehmer aus Fulda ist unserer Einladung gefolgt und gibt den Schüler*innen Einblick in sein Unternehmenskonzept. Sie drehen ein Interview mit ihm, da er zur Präsentation und Aufzeichnung nicht noch einmal nach Norddeutschland kommen kann | Interview mit Matthias Hebeler

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Gern durchbrechen wir mit solchen Einladungen auch Klischees wie dieses: „Mode ist vor allem ein Thema für Frauen“. Ebenso folgt Rainer Borkmann unserer Einladung, der in Oldenburg ein Einzelhandelsgeschäft mit öko-fairer Mode für Damen und Herren als kleines Familienunternehmen betreibt, aber auch 15 Jahre Erfahrung als Mitarbeiter einer großen Modekette hat. Die Schüler*innen laden ihn nach dem Workshop als Gesprächspartner in ihre Sendung ein.

Eine Sendung entsteht

Einige Beiträge wurden bereits während der Workshoptage gedreht, die Schüler*innen machten erste Erfahrungen vor der Kamera, Sarah und Erik erklärten sich bereit, Veranstaltung und Sendung zu moderieren.

Eine Gruppe von Schüler*innen drehte in der folgenden Woche einen Beitrag über die Modedesignerin Anstatisa Lotikova in ihrer Oldenburger Werkstatt. Mit einer Kollektion, die ausschließlich aus Altmaterialien gefertigt ist und die sie im Rahmen ihrer Masterarbeit entworfen hat, gewann sie 2016 den mit 30.000 Euro dotierten „Euro Fashion Award“. Auch sie wurde von den Schüler*innen als Gesprächspartnerin eingeladen | Beitrag über Anastasia Lotikova

Website | Euro Fashion Award 2016

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Eine weitere Gruppe ging bereits am zweiten Workshop-Tag an die Arbeit, um eine erste kurze Theaterperformances zum Thema Kleidung zu entwickeln, die Teil der Veranstaltung und Sendung werden soll.

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In den Wochen zwischen Workshop und Präsentation werden die Schüler*innen ein unterhaltsames Rahmenprogramm für Ihre Talkshow zusammenstellen, für das sie auch Schüler*innen aus anderen Kursen und Jahrgängen engagieren, nicht jedoch von außerhalb ihrer Schule. Das Ergebnis sehen Sie im fertigen Video.

Die ganze Sendung, die dafür vorab produzierten Einspieler sowie Fotos von der Veranstaltung/TV-Aufzeichnung finden Sie auf der Themenseite zur Sendung.

Website | Themenseite zur Sendung