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Werkstatt Zukunft

OLDENBURGER ZUKUNFTSTAGE > SONSTIGE VERANSTALTUNGEN

Forum Zukunft: Aktuelle Veranstaltungen

Forum Zukunft

Alle zwei Jahre sind die Oldenburger Zukunftstage ein Höhepunkt unserer Arbeit an Zukunftsfragen. Aber auch sonst bleiben wir vom Forum Zukunft der Christengemeinschaft in Oldenburg am Ball.

Wir laden Sie zu unseren nächsten Veranstaltungen herzlich ein.

Mo 27. März 2017, 20 Uhr | Sophienkirche, Ulmenstraße 29 - Oldenburg

Europa und die Reformation

Umbrüche zu Beginn der Neuzeit

Vortrag und Gespräch mit Andreas Büttner

Europa ist im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit von vielfältigen Umbrüchen geprägt. Die Renaissance bringt eine Rückbesinnung auf Ideale des vorchristlichen Altertums. Erste Reformatoren fordern eine Erneuerung der Kirche: John Wyclif in England, Jan Hus in Böhmen.

In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhundert beschleunigt sich die Entwicklung: Gutenberg erfindet den Buchdruck und ermöglicht damit die rasche Verbreitung neuer Ideen und Impulse. Während Konstantinopel von der Türken erobert wird, suchen portugiesische Entdecker den Seeweg nach Indien, Kolumbus entdeckt Amerika. Die Theorie von der Erde als Scheibe ist widerlegt, ein neues Weltbild bricht sich Bahn.

In dieser Zeit der Umbrüche treten Luther und seine Zeitgenossen wie Zwingli und Calvin an, die Kirche zu reformieren – ungewollt führen sie so die Spaltung in unterschiedliche „Konfessionen“ herbei. Um Glaubensfragen wird wieder heftig gestritten. Politische und wirtschaftliche Entwicklungen beeinflussen die Reformation – aber auch die neuen Konfessionen prägen die weitere gesellschaftliche Entwicklung in Europa und in der Welt.

Frühere Veranstaltungen

Mo 20. März 2017, 20 Uhr | Sophienkirche, Ulmenstraße 29 - Oldenburg

Mönche – Bischöfe – Inquisitoren

Entwicklungsschritte der christlichen Kirche von den Anfängen bis ins Mittelalter

Vortrag und Gespräch mit Andreas Büttner

Die christliche Kirche ist kein monolithischer Block – es sind Menschen, die ihren Aufbau und ihre fortwährende Entwicklung gestalten. Um Wege und Irrwege wird dabei immer neu gestritten. Verfolgung in der Frühzeit und Anpassung an politische Verhältnisse in späteren Jahrhunderten wechseln sich ab.

Europa, wie es zu Beginn der Neuzeit existiert, entsteht aus dem fortwährenden Ringen zwischen geistlicher und weltlicher Macht. Immer wieder sind es Menschen, die neue Entwicklungen anstoßen: Benedikt von Nursia mit der Begründung des westlichen Mönchtums, Bonifatius mit der Ausbreitung des römischen Einflusses nördlich der Alpen, Bernhard von Clairvaux in der Doppelrolle als Erneuerer des Klosterlebens und als Kreuzzugsprediger – um nur einige wenige zu nennen.

Europa ist zu Beginn der Neuzeit geteilt zwischen dem orthodoxen Osten und dem katholischen Westen. Gemeinsam ist ihnen die Auseinandersetzung mit dem muslimischen Süden, der seinen Einfluss kontinuierlich erweitert und auch in Europa Fuß fasst und zeitweise die Iberische Halbinsel, Griechenland und den Balkan beherrscht.

Mit den beiden Vorträgen im März stimmen wir ein auf das 500-jährige Jubiläum der Reformation im Herbst 2017. Aktuelle Bezüge sind dabei nicht ausgeschlossen.

Mo 13. Februar 2017, 20 Uhr | Sophienkirche, Ulmenstraße 29 - Oldenburg

Wege aus der Sackgasse

Was Klimawandel, Flüchtlinge und Finanzkrisen miteinander zu tun haben

Vortrag und Diskussion mit Andreas Büttner. Gesellschaftliche Fragen neu denken – das ist angesichts allgegenwärtiger Krisen im Augenblick die große Herausforderung. Umsteuern tut Not – aber wie?

Der Vortrag regt an, über die Bedingungen nachzudenken, unter denen in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen wie Kultur, Wirtschaft und Recht innovative Wege gefunden werden können. Andreas Büttner nutzt dafür Anregungen, die aus Rudolf Steiners „Dreigliederung des sozialen Organismus“ stammen und übersetzt sie für die gegenwärtige Situation.

Andreas Büttner hat in Göttingen Geschichte und Politikwissenschaft und in Stuttgart Theologie studiert. Er war als Pfarrer der Christengemeinschaft in Amsterdam, Nürnberg, Erlangen und Stuttgart tätig. Seit 1999 ist er Gemeindepfarrer in Oldenburg.

Mo 4. April 2016, 20 Uhr | Sophienkirche, Ulmenstraße 29 - Oldenburg

Unser Umgang mit der Erde in Zeiten des Klimawandels

Fragen an der Grenze von Wissenschaft und Leben

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Prof. Dr. Meinhard Simon, Oldenburg (Institut für Chemie und Biologie des Meeres der Carl von Ossietzky Universität)

Die Klimaveränderungen, vor allem die Erwärmung mit vielen Folgen, sind heute an vielen Orten der Welt zu erleben. Als Ursache wird die westliche Industrialisierung mit ihren Folgen der Erhöhung der Treibhausgasbildung weitgehend anerkannt. Allerdings müssen die Folgen von vielen Menschen in Weltregionen getragen werden, welche mit den Ursachen wenig zu tun haben.

Wir müssen uns heute daher verstärkt fragen, wer tatsächlich für diese Klimaveränderungen verantwortlich ist und wer die Verantwortung tragen kann und muss. Wie können wir als einzelne Menschen, Gemeinschaften und als Menschheit mit dieser globalen Problematik sachgerecht umgehen? In dem Vortrag soll auf diese Fragen aus der Perspektive einer Verantwortlichkeit für die Zukunft der Erde eingegangen werden.

In Zusammenarbeit mit der Klima-Allianz Oldenburg

Mo 18. Januar 2016, 20 Uhr | Sophienkirche, Ulmenstraße 29 - Oldenburg

Nachhaltigkeit zwischen Alltag und Wissenschaft

Fragen an der Grenze von Wissenschaft und Leben

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apl. Prof. Dr. Niko Paech, Department für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Niko Paech verbindet Wissenschaft und Praxis. Als er 2014 mit dem Zeit Wissen-Preis „Mut zur Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet wurde, schrieb die Jury in ihrer Pressemitteilung: Als „Prophet des Weniger“ macht sich Paech Gedanken um die Zeit nach dem grenzenlosen Wachstum und dem dafür notwendigen Strukturwandel. Er blickt damit über das bestehende ökonomische System hinaus und vertritt die Meinung, dass die Welt nur noch zu retten sei, wenn niemand mehr über seine Verhältnisse lebt.

Für die Jury spielt eine zentrale Rolle, dass Paech nicht nur ein kluger Theoretiker ist, sondern auch Wege sucht, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Mit dem Bestreben, Ökonomie nachhaltig zu gestalten, engagiert sich Paech in diversen Institutionen wie der Ökobank, dem Kobe (Kompetenzzentrum Bauen und Energie) oder dem BUND.

„Niko Paech ist weltweit eine der Lichtgestalten in der Postwachstumsdiskussion“, begründet Klaus Wiegandt, Vorsitzender der Jury und Leiter der Stiftung Forum für Verantwortung, die Entscheidung.

Fr 15. Januar 2016, 20 Uhr | Sophienkirche, Ulmenstraße 29 - Oldenburg

Besser scheitern

Wider das Null-Fehler-Prinzip

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Vortrag von Ulrich Meier, Pfarrer und Leiter des Priesterseminars der Christengemeinschaft in Hamburg

Mit einem Seminar am folgenden Tag von 9.00 – 12.30 Uhr (Anmeldung nach dem Vortrag).

Scheitern und Gelingen sind zwei Prinzipien, mit denen wir in den kleinen und großen Dramen unseres Lebens zurechtkommen müssen. Niemand wird es darauf anlegen, dass sein Bemühen scheitert und es erscheint wenig sinnvoll, das Gelingen zu vermeiden. Gute und reife Ergebnisse sind mit beidem gewürzt: Gelingt es, das frühe Scheitern für eine Verbesserung des nächsten Versuchs fruchtbar zu machen, dann wird es wohl auch möglich, den Erfolg weniger dem eigenen Können als den günstigen Außenbedingungen zuzurechnen. Der Vortrag möchte ermutigen, sich insbesondere gegenüber dem Scheitern positiv einzustellen.

Ulrich Meier, geb. 1960, Ausbildung zum Erzieher am Fröbelseminar Hamburg, seit 1990 Pfarrer in der Christengemeinschaft, Seminarleiter am Priesterseminar Hamburg, Veröffentlichungen z.B. „Männerwerkstatt“, „Projekt Mann“, „Kamele hinter dem Nadelöhr“.