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Was hilft gegen den Hunger in Afrika? Einstimmung auf den G20-Gipfel in Oldenburg

Von Redaktion, Juni 2017

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Oldenburg nimmt Themen des G20-Gipfels in den Blick. Bei einem Vortrag mit Diskussion zum Thema „Die Allianz der Zäune: Großflächige Agrarinvestitionen als Rezept gegen den Hunger?“ am Mo 3. Juli 2017 um 19 Uhr im Forum St. Peter (Oldenburg, Peterstraße 22-26) geht es um die Verantwortung der G20 in Landwirtschaft und Ernährung in Tansania und Afrika.

Frank Ademba vom Komitee für familiäre Landwirtschaft aus Tansania geht gemeinsam mit Kerstin Lanje, Referentin für Welthandel und Ernährung von Misereor, der Frage nach, ob industrielle Landwirtschaft als Rezept gegen den Hunger in Tansania wirken kann.

Afrika ist immer häufiger Ziel von ausländischen Agrarinvestitionen, an denen einige der mächtigsten Regierungen, Konzerne und Finanzinstitutionen beteiligt sind. Zu diesen Initiativen zählt auch SAGCOT in Tansania, ein sogenannter „landwirtschaftlicher Wachstumskorridor“, der sich über etwa ein Drittel des Festlandes erstreckt. Mit Unterstützung der G7-Staaten und ihrer „Neuen Allianz für Nahrungssicherheit“ sollen so allein in Tansania rund zwei Millionen Menschen aus der Armut befreit werden. Neun weitere afrikanische Länder sind bisher Partner der Allianz.

Vor allem die Kleinbäuerinnen und -bauern drohen jedoch als Verlierer aus der neuen Investitionspolitik hervorzugehen: In Tansania berichten Bäuerinnen und Bauern von Landnahme und Landknappheit, prekärer Lohnarbeit und dem Verlust der eigenen Nahrungsmittelsicherung.

Zu diesem Spannungsfeld hat das Ökumenische Zentrum Oldenburg gemeinsam mit Misereor Frank Ademba aus Tansania für die Diskussion im Forum St. Peter gewinnen können. „Mit ihm haben wir in Oldenburg die Möglichkeit, authentische Einblicke in die globalen Zusammenhängen der Landwirtschaftspolitik und in die Auswirkungen auf afrikanische Länder zu bekommen“, betont Miriam Neumann, Eine-Welt-Promotorin für Oldenburg und Nordwestniedersachsen im Ökumenischen Zentrum Oldenburg.

Foto Ressel/Misereor

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