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Klimaschutz oder Straßenbau?
Gelingt die Rettung des Heidbrook heute wie die der Bornhorster Wiesen vor 40 Jahren?
Straßenbau bedroht immer wieder wertvolle Naturgebiete – so auch in Oldenburg vor 40 Jahren und heute. Damals ist die Rettung der Bornhorster Wiesen gelungen, heute ruft eine Bürgerinitiative zur Rettung des Heidbrook auf. Fazit von Lea, die den Beitrag moderiert: „Lasst gemeinsam Utopie zur Realität werden!“
Wie vor 40 Jahren aus einem Straßenbauprojekt ein Naturschutzgebiet wurde
Die 1979 entstandene BUND-Kreisgruppe Oldenburg-Stadt beantragte am 31.10.1981 die Unterschutzstellung der „Bornhorster Huntewiesen“ als besonders bedeutsamen Lebensraum für Wiesenvögel. Mehr als ein Jahrzehnt später erfolgte die Ausweisung als NSG [Naturschutzgebiet] durch die Bezirksregierung Weser-Ems. [...] Der Konflikt eskalierte dann Mitte der 80er Jahre, als geplant wurde, die Landesstraße 65 durch einen Teil des späteren (das heißt damals noch nicht ausgewiesenen) NSG zu bauen. Eine riesige Bürgerinitiative entstand (BI „Keine Straße durch die Bornhorster Wiesen!“ – heute BINSE – Bürgerinitiative für Naturschutz und Stadtökologie). [...] Schließlich war nach juristischen und politischen Winkelzügen die L 65 vom Tisch: „Happy End“ zugunsten des Naturschutzes.
Aus: Wohlers, Rüdiger (2009): Zur Entwicklung des ehrenamtlichen Naturschutzes im Oldenburger Land. In: Stadt Oldenburg (Hg.) (2011): Tagungsband Naturschutz hat Geschichte! Spurensuche im Oldenburger Land. Regionaltagung vom 10. September 2009, S. 47

Wie heute aus einem Straßenbauprojekt ein Naturschutzgebiet werden kann
Klima- und Artenschutzschutz oder Straßenbau?
Im Jahr 2020 hat sich zur Rettung des Gebiets im Raum Heidbrook und der Verhinderung des dort geplanten Baus einer „Entlastungsstraße” die Bürgerinitiative „Wald Wasser Wiesen RETTEN!” zusammengefunden. Mit Demonstrationen, einer Petition (schon mehr als 5000 Unterschriften!) und Informationsveranstaltungen engagiert sie sich seitdem für den Erhalt von Oldenburgs wertvollstem Amphibienlebensraum, welcher sogar deutlich (!) von landesweiter Bedeutung ist! [1]
Die Flächen rund um den Heidbrook wurden schon im Jahr 2016 vom Landschaftsrahmenplan als teilweise Naturschutzgebiets- (NSG) sowie mindestens Landschaftsschutzgebietswürdig (LSG) eingestuft, zusätzlich beinhalten sie geschützte Biotope nach § 30 BNatSchG. Der Bereich hat einen besonderen Wert für das Schutzgut Boden und ist von hoher bis sehr hoher Bedeutung für Klima und Luft. [2]
Der Raum Heidbrooks zählt zu den Gebieten, die laut der Präsentation zur Fortschreibung des Landschaftsrahmenplans hinsichtlich Klimaschutzbelange vorrangig zu entwickeln und wiederherzustellen sind. [3]
Das Gebiet im Raum Heidbrook hat Potenzial, um zu einem Schutzgebiet erklärt zu werden.
[1] Diekmann & Mosebach (2017): Stadt Oldenburg (Hg.) Faunistischer Fachbeitrag Fauna südlich des Fliegerhorstes im Raum Heidbrook / Brokhausen (Stadt Oldenburg) Teil I: Bestand und Bewertung
[2] moritz-umweltplanung (2016): Stadt Oldenburg (Hg.) Landschaftsrahmenplan der Stadt Oldenburg
[3] Stadt Oldenburg (2023): Präsentation zur Fortschreibung des Landschaftsrahmenplans hinsichtlich Klimaschutzbelange, Ausschuss für Stadtgrün Umwelt und Klima am 09.03.2023
Flyer der Bürgerinitiative
Flyer mit diesem Text, mit weiteren Informationen und Bildern | Flyer

Weiteres Video mit Jörg Grützmann
Die Begegnung mit Jörg Grützmann hat weitere Früchte getragen: Gemeinsam mit weiteren engagierten Ornitholog:innen begleitet er uns auf einer Exkursion ins Wendland zu den letzten Ortolanen Niedersachsens, für deren Schutz er seit Jahrzehnten aktiv ist.
Der Ortolan singt (noch). Auf der Roten Liste: Die letzten Ortolane Niedersachsens. Die junge klima-werkstatt auf Exkursion im Wendland: Hier führen uns engagierte Ornitolog:innen zu den letzten Beständen des Ortolans in Niedersachsen, eines Singvogels, für dessen Schutz sie sich einsetzen. Mai 2024 | Themenseite
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