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Malak Kadour – Zwischen Hin und Her
Im Gespräch über ihre Flucht aus Syrien im Alter von acht Jahren, ihr Buch und die Bühnenfassung dazu
Malak war acht Jahre alt, als die Eltern sich für die Flucht aus Syrien entschieden. Nach sechs Monaten auf der Flucht über das Mittelmeer und die Balkanroute erreichte die fünfköpfige Familie äußerlich unversehrt Oldenburg. Sechs Jahre später beginnt die 14jährige Malak die Geschichte ihrer Flucht aus Syrien aufzuschreiben, unterstützt von Lehrerinnen ihrer Schule, der IGS Flötenteich in Oldenburg.
Das Interview
Malaks Buch Zwischen Hin und Her berührt viele Menschen. Es folgen Auszeichnungen mit dem Jugendkulturpreis Niedersachsen, dem Integrationspreis der Stadt Oldenburg und eine Bühnenfassung beim Oldenburgischen Staatstheater. Malak im Gespräch mit den Schauspielerinnen Veronique Coubard und Paulina Hobratschk, mit denen sie auf der Bühne steht, mit ihrem Vater und ihrem Bruder. Das Gespräch haben wir auf der Bühne vor einer Vorstellung aufgezeichnet. Globale Gerechtigkeit ist auch in diesem Video das Thema.

Zwischen Hin und Her
Eine Kindheit in Syrien zeigen völlig normale Videoaufnahmen inmitten einer fröhlichen Familie. Die bewegten Bilder könnten Familien im Libanon darstellen, in der Türkei vielleicht auch, in Jordanien und auch im Irak. Doch diese Kindheit in Sadaqib im Nordwesten Syriens endet jäh im Frühling 2011 als der sogenannte Arabische Frühling Syrien erreichte. Malak war vier Jahre jung. Sie war acht, als die Eltern sich für die Flucht entschieden.
Nach sechs Monaten auf der Flucht über das Mittelmeer und die Balkanroute erreichte die fünfköpfige Familie äußerlich unversehrt Oldenburg. Sechs Jahre später beginnt die 14jährige Malak die Geschichte ihrer Flucht aus Syrien aufzuschreiben.
Durch das Schreiben hat sie ihre Erinnerung zurückgeholt. Sie geht auf die IGS Flötenteich und wird in ihren Bemühungen um das Schreiben von Lehrerinnen unterstützt. Auch in der Familie findet sie dabei Rückhalt. Auch Malaks Vater Adel verarbeitet schreibend seine Zeit im Widerstand Syriens, die Zeit der Revolution, der Flucht. Er dokumentiert Gewalt, Unrecht und Menschenrechtsverletzungen.
Zwischen Hin und Her berührt viele Menschen. Malak bekommt für ihre Geschichte 2022 den Niedersächsischen Jugend¬kulturpreis „Zeit für Ideen“ verliehen. 2023 erhält das Buch den Integrationspreis der Stadt Oldenburg für das Jahr 2022. 2025 wird Malaks Buch zu einem vielschichtigen Bühnenerlebnis. Regisseurin Pia Epping entwickelt choreografische Sequenzen und dokumentarische Verwebungen. Die Stimmen von Malaks Eltern, Saria und Adel, sind zu hören, wenn sie seine Gedichte auf arabisch vortragen. Auch Adels Videoaufnahmen aus dem familiären Alltag in Sadaqib sind zu sehen.
Knapp fünf Millionen Menschen sind bis 2025 nach Angaben der UNO-Flüchtlingshilfe aus Syrien geflohen. Im Land selbst leben noch einmal etwa 5,5 Millionen Binnenvertriebene. Die junge Oldenburgerin verleiht allen denjenigen, die ihre Fluchtgeschichte nicht erzählen möchten oder auch nicht können, eine Stimme.

Nachhaltiges Wirtschaften – global und gerecht: Alle Videos aus unserem Projekt im Überblick
Hier stellen wir euch die bereits veröffentlichten Videos aus unserem Projekt vor. Insgesamt planen wir in den Jahren 2026 bis 2027 dreizehn Schulprojekte und schulübergreifend Einzelbeiträge aus unserer Netzwerkarbeit – siehe unten.
Perspektivwechsel – Projektwoche 2026 der Freien Waldorfschule Oldenburg
Kumar Ashish – Nepal. Kumar Ashish ist in Nepal und Indien zu Hause und lädt uns ein, die Frage globaler Gerechtigkeit aus der Sicht Asiens in den Blick zu nehmen. „Perspektivwechsel“ ist ein Projekt im Rahmen der Oberstufen-Projektwoche der Freien Waldorfschule Oldenburg. Juni 2026 | Themenseite
Thamie Ndunana und Laila Qarbi – Südafrika. Zu Gast aus Südafrika von der NGO Masifunde ist Thamie Ndunana und Laila Qarbi aus Herford, die Politikwissenschaft und Soziologie studiert hat. Laila geht dann für drei Monate zu Masifunde. Sie berichten über ihr Projekt im ASA-Programm. Juni 2026 | Themenseite
Juan José Trujillo – Kolumbien. Juan ist zwischen Kaffeepflanzen groß geworden und hat dort, in den kolumbianischen Anden, ein großes Wissen über den Kaffeeanbau und das Zusammenspiel zwischen Natur und Bauern erlangt. Er möchte alle Prozesse optimieren und nachhaltig gestalten. Juni 2026 | Themenseite
„Wenn die Erde heilig ist“ – Nachhaltigkeit global: Freie Waldorfschule Oldenburg
„Was bedeutet dir Natur? Natur ist alles – schon wenn wir grüne Bäume sehen, bedeutet das für uns Ruhe. Ihr Studium Waldwissenschaften und Naturschutz bringt Anna in Politik und Aktivismus ein. Wissenschaft und Menschlichkeit sind die Grundwerte der gelernten Krankenschwester. August 2026 | Themenseite
Klima schützen – Indigene Weisheit hilft. Schüler:innen fragen Anna Polášek: Du hast dich mit dem indigenen Volk der Yanomami im Amazonas-Regenwald beschäftigt. Wie sehen sie die Natur? Blick auf eine Kultur, die die Erde schützt aber selber vielfältig bedroht ist, etwa durch Goldgräber. August 2026 | Themenseite
Natur schützen – Verbunden sein. „Wer bist du – was machst du?“ Anna Polášek: Ich nehme meinen Aktivismus mit in die Politik in Freiburg. Wir machen aber auch Aktionen wie Bäume gießen in der aktuellen Hitzeperiode. Nur wenn wir der Natur verbunden sind, können wir sie auch schützen. August 2026 | Themenseite
„Mutter Erde“ und die Weltwirtschaft. Kann indigene Weisheit uns anregen, anders mit der Erde umzugehen? Kann uns das helfen, Klimaschutz und Nachhaltiges Wirtschaften im globalen Kontext neu zu sehen? Anna Polášek zu einem neuen Blick auf „Mutter Erde“ und globale Gerechtigkeit. August 2026 | Themenseite
Louisa Schneider zum Klimawandel. Louisa Schneider ist Autorin, Klimajournalistin, Influencerin und Ökofeministin. Sie ist für Greenpeace zu den Kipppunkten unserer Erde gereist. Sie berichtet über die Yanomami, eine der größten indigenen Volksgruppen im Amazonas-Gebiet. September 2026 | Themenseite
Alle Beiträge stehen euch jetzt schon einzeln zur Verfügung, zusammen bringen wir sie in einer Dokumentation, die wir hier ankündigen – das braucht aber noch etwas Zeit. Die Themenseite ist fertig und berichtet ausführlich über das Projekt mit Anna Polášek.
„Wenn die Erde heilig ist“. Anna Polášek, Waldwissenschaftlerin + Louisa Schneider, Journalistin: Aktivistinnen im Gespräch mit Schüler:innen der Freien Waldorfschule Oldenburg über Nachhaltigkeit, unser Verhältnis zur Natur und einen neuen Blick auf Wirtschaft und Verantwortung. September 2026 | Themenseite
Nachhaltiges Wirtschaften – Netzwerkprojekte schulübergreifend
Staatssekretär Johann Saathoff, BMZ. Die Entwicklungszusammenarbeit steht vor historischen Einschnitten: Weltweit werden Mittel gekürzt obwohl der Bedarf an Hilfe für Hungerbekämpfung, Gesundheitsversorgung und Ernährungssicherheit wächst. Schüler:innen im Gespräch mit ihm. Juni 2026 | Themenseite
Maruan Florencio – Brasilien. Maruan ist Sänger, Komponist und Interpret, der den Reggae als Ausdrucksform und als Verbindung zum Publikum nutzt. Beruflich schützt er die natürlichen Grundlagen seiner Heimatregion durch die Leitung eines Netzwerkes von Kläranlagen. Juni 2026 | Themenseite
Malak Kadour – Zwischen Hin und Her. Malak im Gespräch über ihre Flucht aus Syrien im Alter von acht Jahren, ihr Buch und die Bühnenfassung dazu mit den Schauspielerinnen Veronique Coubard und Paulina Hobratschk und mit ihrem Vater. Malaks Bruder Aram moderiert. September 2026 | Themenseite
Die Sendereihe
Werkstatt Zukunft produziert monatlich eine TV-Sendereihe, die bei Oldenburg eins und bei weiteren Bürgersendern ausgestrahlt wird. Über unsere Website und unseren YouTube-Kanal sind unsere Videos zeitlich und räumlich unbegrenzt zu sehen.
Förderer „Nachhaltiges Wirtschaften – global und gerecht“
Gefördert durch Engagement Global... | Website
...mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung | Website
...und durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung | Website
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Werkstatt Zukunft in Kooperation mit Schulen in Oldenburg und im gesamten Nordwesten sowie mit Oldenburg eins und weiteren Bürgersendern.















