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THEMEN > FRIEDEN – GERECHTIGKEIT – EINE WELT

Staatssekretär Johann Saathoff, BMZ

„Globale Gerechtigkeit ist auch ein strategischer Wert“ – Johann Saathoff MdB im Gespräch mit Schüler:innen des JAG Emden

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Die Entwicklungszusammenarbeit steht vor historischen Einschnitten: Weltweit werden Mittel gekürzt obwohl der Bedarf an Hilfe für Hungerbekämpfung, Gesundheitsversorgung und Ernährungssicherheit wächst. Staatssekretär Johann Saathoff formulierte ein Positionspapier, das sich klar und deutlich gegen weitere Kürzungen aussprach. Seine Logik: Wir müssen den strategischen Wert der Entwicklungszusammenarbeit klarer begründen. Auch aus wirtschaftlicher Perspektive, so der gebürtige Emdener. Schließlich sei Deutschland eine Exportnation.

Globale Gerechtigkeit ist auch ein strategischer Wert

Die Entwicklungszusammenarbeit steht vor historischen Einschnitten: Weltweit werden Mittel gekürzt obwohl der Bedarf an Hilfe für Hungerbekämpfung, Gesundheitsversorgung und Ernährungssicherheit wächst.

Auch Deutschland spart: Die CDU wollte das Bundesministerium für wirtschaftliche Beziehungen und Zusammenarbeit (BMZ) gleich ganz abschaffen, doch der Koalitionspartner SPD konnte das verhindern. Gleichwohl wurde beim BMZ erneut eingespart. Und dort soll zukünftig munter weiter weniger Geld für den Globalen Süden ausgegeben werden. Seit 2022 dann mehr als ein Viertel Budgetkürzung im BMZ.

Das war Johann Saathoff zu viel. Seit 2013 ist er Mitglied des Deutschen Bundestags und seit dieser Wahlperiode ist er Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Saathoff formulierte ein Positionspapier, das sich klar und deutlich gegen weitere Kürzungen aussprach. Seine Logik: Wir müssen den strategischen Wert der Entwicklungszusammenarbeit klarer begründen. Auch aus wirtschaftlicher Perspektive, so der gebürtige Emdener. Schließlich sei Deutschland eine Exportnation.

Zum Interview ins Ostfriesische Landesmuseum im Herzen der Seefahrerstadt ließ Johann Saathoff sich von Schüler:innen des Johann-Althusius-Gymnasiums (JAG) nicht lange bitten, schließlich hat er genau dort sein Abitur gemacht. Marina aus dem 12. Jahrgang aus dem JAG und Niklas aus dem 10. Jahrgang haben das famos übernommen und auch umgesetzt.

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Anlass war eine Veranstaltung von niedersachsen.global im Landesmuseum zu Menschenrechten auf See. 90% des globalen Handelsvolumens werden mit dem Schiff transportiert wird. Die Herkunft der 1,8 Millionen Seeleute ist total international. Beispiel: Zehn Prozent von ihnen stammen allein aus den Philippinen. Seit 2013 existiert das Seearbeitsgesetz, dennoch reißen die Berichte über „moderne Sklavenarbeit“ und „Sklavenschiffe“ nicht ab.

Für menschenwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen auf hoher See ist noch viel Luft nach oben: Die vorgeschriebenen Arbeits- und Ruhezeiten werden nicht eingehalten. Seeleute werden zu gefährlichen Arbeiten herangezogen. Und die Heuer, der Lohn der Seeleute, wird verspätet oder unregelmäßig ausgezahlt.

Der Verstöße auf hoher See und in den Häfen gibt es noch reichlich mehr. Liegt es vielleicht auch daran, dass die Macht der Reedereien immer größer wird? Die fünf größten Reedereien halten einen Marktanteil von knapp 65 Prozent. Zudem haben sich die führenden Unternehmen zu Allianzen zusammengeschlossen.

Zudem: Die internationale Schifffahrt verursacht etwa 3 % der weltweiten Treibhausgasemissionen. Das ist doppelt so viel wie Deutschlands CO2-Emissionen.

Besten Dank an das Ostfriesische Landesmuseum, dass wir in der Rüstkammer dieses Interview aufzeichnen durften.

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Nachhaltiges Wirtschaften – global und gerecht: Alle Videos aus unserem Projekt im Überblick

An dieser Stelle findet ihr in Kürze jeweils die bisher veröffentlichten Videos aus unserem Projekt.

Die Sendereihe

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