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THEMEN > FRIEDEN – GERECHTIGKEIT – EINE WELT

Die Zukunft lässt auf sich warten

Globale Gerechtigkeit V – Anastasia Nkumi Kuma aus Kamerun will Koloniale Kontinuitäten endlich aufbrechen

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Anna und Tim aus der Klasse 9d der OBS Alexanderstraße in Oldenburg im Gespräch mit Anastasia Nkumi Kuma aus Kamerun. Sie ist Vorstandsvorsitzende von Vielfalt Afrika in Hannover e.V. – Aufgezeichnet im Oktober 2025 im Rahmen unseres Projektes zu Globaler Gerechtigkeit in der OBS Alexanderstraße.

Globale Gerechtigkeit – Ein Projekt in der OBS Alexanderstraße in Oldenburg

Das Interview haben wir im Rahmen unseres Projektes in der OBS Alexanderstraße im Oktober 2025 aufgezeichnet. Einige Wochen später, haben der Schüler:innen der Klasse 9d eine Podiumsdiskussion zum Thema aufgezeichnet, die wir hier vorstellen.

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Ungleiche Chancen – Warum? „Krass, dass wir kaum etwas von Afrika wissen. Krass, wie unge­recht der Welthandel ist. Krass, dass Wahlen mani­puliert werden“, so einige Schüler:innen der 9d der OBS Alexanderstraße, schon am ersten Workshoptag. Am nächsten Tag kommt Bangladesh dazu. Nov. 2025 | Themenseite

Der Welt-älteste Staatspräsident

Die Zukunft lässt auf sich warten. Dabei könnte auch in Kamerun das Leben der allermeisten Menschen wesentlich „besser“ sein, als es sich aktuell darstellt. Die allgegenwärtige Korruption ist ein Thema, das sich als zusehends nicht beherrschbar herausstellt. Koloniale Kontinuitäten allenthalben, sprich das an Bodenschätzen reiche Land fördert und exportiert diese nur und die Wertschöpfung findet vor allen Dingen in Frankreich statt. Die Abhängigkeit von der ehemaligen Kolonialmacht ist beispielsweise an der Währung CFA-Franc erkennbar. Welche Amtssprachen werden in Kamerun gesprochen? Genau: französisch und englisch. Dabei werden in dem Land im Herzen des afrikanischen Kontinentes sage und schreibe 285 einheimische Sprachen gesprochen.

Anna und Tims Gesprächspartnerin Anastasia Nkumi Kuma treiben weitere Themen um. Die Vorstandsvorsitzende von Vielfalt Afrika in Hannover e.V. stammt aus dem Südosten Kameruns, der dem Königreich Großbritannien unterstand.

Die Berliner Konferenz von 1884 bildet bis heute die Grundlagen für die Grenzziehung zwischen den Staaten Afrikas. Damals als Kolonien europäischer Staaten bestimmt, sind die Grenzen heute immer noch gültig. In Berlin saßen seinerzeit nur Vertreter europäischer Mächte und der USA am Konferenztisch. Die Konferenz 1884 regelte die Handelsfreiheit und die kolonialen Besitzansprüche in Afrika, ohne die afrikanische Bevölkerung zu berücksichtigen.

Anastasia beklagt, dass seit 1885 diese Menschen miteinander in ein Land regelrecht gepresst würden, die an sich nichts miteinander verbindet als ihre ursprüngliche Nachbarschaft. Sie würde eine Unabhängigkeit bevorzugen, als nur ein Anhängsel von Kamerun zu sein. Ein Anliegen ist es ihr, darauf hinzuweisen, dass die kolonialen Bestrebungen europäischer Mächte seit mindestens fünf Jahrhunderten andauern. Darunter litten die Menschen auf dem gesamten afrikanischen Kontinent. Millionen Menschen seien seitdem traumatisiert. Es gebe wenig Geschichtsbewusstsein, so dass die erlittenen Traumata kaum reflektiert, geschweige denn geheilt werden können.

Die 30 Millionen Einwohner:innen Kameruns haben am 12. Oktober einen neuen Präsidenten gewählt und es gibt zwei Wahlergebnisse. Nach den offiziellen Zahlen hat der 92jährige Präsident Paul Biya mit knapp 54 Prozent gesiegt. Nach den Zahlen der Opposition der wichtigste Gegenkandidat Issa Tchiroma mit knapp 55 Prozent. Paul Biya, seit 1982 an der Macht, ist einer der letzten autoritären Langzeitherrscher Afrikas. Das gesamte politische System Kameruns ist auf ihn zugeschnitten und er sieht sich als Stabilitätsanker in einer unruhigen Weltregion. Die Wiederwahl 2025 galt als Formsache. Von daher: Die Zukunft lässt auf sich warten.

Globale Gerechtigkeit durch Nachhaltige Transformation: Alle Videos aus unserem Projekt im Überblick

Weitere Videos folgen aus unseren Projekten in der IGS Wardenburg, der OBS Uplengen, der OBS Alexanderstraße in Oldenburg und in der Freien Waldorfschule Oldenburg. Sobald weitere Beiträge veröffentlicht sind, stellen wir diese ebenfalls an dieser Stelle vor. Das Projekt läuft noch bis Dezember 2025.

Aus der IGS Flötenteich in Oldenburg

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Wie wird der Welthandel gerecht? Diese Frage stellt die 11a der IGS Flötenteich Kumar Ashish, Studierender an der Uni Oldenburg, Lena Nzume, bildungspolitische Sprecherin der Grü Snen im Niedersächsischen Landtag und Bernd Siebenhüner, Professor für Ökologische Ökonomie. Juni 2025 | Themenseite

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Afrika im Blick – Sosolya zu Gast. Die Sosolya Undugu Dance Academy fördert mit Musik, Tanz und Schauspiel die künstlerische und soziale Entwicklung benachteiligter junger Menschen in Kampala in Uganda und schafft eine friedvolle und nachhaltige Gemeinschaft durch Kunst. Mai 2025 | Themenseite

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„Undugu“ – In Frieden vereint. Ronald Ssemaganda aus Uganda, Keti Kajumba, Doktorandin an der Universität Oldenburg, und Annegret Meyer, Mitglied der Schulleitung der IGS Flötenteich in Oldenburg, im Gespräch mit Jamelia aus der 11a über Globale Gerechtigkeit. Mai 2025 | Themenseite

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Sosolya aus Uganda in Oldenburg. Für die Gäste der IGS Flötenteich aus Uganda waren die Worte von Bürgermeisterin Petra Averbeck bei der Eintragung in das Goldene Buch der Stadt mehr als nur Symbolik; sie waren das herzliche Willkommen in Einer Welt. Mai 2025 | Themenseite

Aus der IGS Wilhelmshaven

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Vom Reichtum des globalen Südens. Globale Gerechtigkeit II – Die IGS Wilhelmshaven fragt nach Ausbeutung und Raub von Ressourcen. Der Süden ist nicht nur reich an Bodenschätzen und Ressourcen, sondern auch an einer großen Vielfalt von Kulturen, Sprachen, Völkern und Traditionen. Juni 2025 | Themenseite

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Nepal – Mehr als der Himalaya. Kumar Ashish aus Nepal zu Gast in der IGS Wilhelmshaven. Kumar fordert, dass die Wertschöpfung im Land stattfinden muss. Er gibt das Beispiel der Yakwolle, die in die USA exportiert wird, anstatt dass sie im Land verarbeitet und verkauft wird. Juni 2025 | Themenseite

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Togo – Westafrika im Blick. Pita Hermann Kat­chao berichtet in der IGS Wilhelmsha­ven über die ehemals deutsche, später franzö­sische Ko­lonie. „Nicht alle Finger sind gleich. Der Norden entlässt uns nicht in unsere Selbständigkeit. Warum müssen wir in Togo französisch sprechen?“ Juni 2025 | Themenseite

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Kamerun – Die Kolonialzeit wirkt nach. Jan Fomboh aus Kamerun berichtet in der IGS Wil­helmshaven. Dort schwelt die „anglo­phone Krise“ zwischen dem frankophonen Zentralstaat und den kleineren anglo­phonen Landesteilen und eskalierte 2017 in bewaffnete Auseinander­setzungen. Juni 2025 | Themenseite

Aus der OBS Alexanderstraße in Oldenburg

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Ungleiche Chancen – Warum? „Krass, dass wir kaum etwas von Afrika wissen. Krass, wie unge­recht der Welthandel ist. Krass, dass Wahlen mani­puliert werden“, so einige Schüler:innen der 9d der OBS Alexanderstraße, schon am ersten Workshoptag. Am nächsten Tag kommt Bangladesh dazu. Nov. 2025 | Themenseite

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Die Zukunft lässt auf sich warten. Anastasia Nkumi Kuma aus Kamerun will Koloniale Kon­tinuitäten endlich aufbrechen. Anna und Tim aus der Klasse 9d der OBS Alexanderstraße in Oldenburg im Gespräch mit der Vorstands­vorsitzenden von Vielfalt Afrika in Hannover e.V. November 2025 | Themenseite

Globale Gerechtigkeit – Netzwerkprojekte schulübergreifend

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Arne Semsrott: Demokratie schützen. Demokratie ist Voraussetzung für die Achtung der Menschen­rechte und für das Streben nach Globaler Gerech­tigkeit. Interview mit Arne Semsrott. Sein Buch „Machtübernahme“ fragt, was passiert, wenn Rechtsextremisten regieren und ist eine Anleitung zum Widerstand. Oktober 2025 | Themenseite

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Globalisierung gegen Klima. Axel Friedrich, frü­herer Leiter der Verkehrsabteilung des Umwelt­bundesamts, hat an der Aufdeckung vieler Skandale der globalen Industrie mitgearbeitet. Heu­te berät er Umweltverbände und Regierun­gen: Was für Zukunft und Globale Gerechtigkeit nötig ist. August 2025 | Themenseite

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Klimaschutz als globale Aufgabe. „Der Schre­cken der Autoindustrie“ – Dr. Axel Friedrich, ehemaliger Leiter der Verkehrsabtei­lung des Umweltbundesamtes, über Industrie und glo­bale Verantwortung. Am Brennpunkt Wilhelms­haven wird deutlich, was Verantwor­tung vor Ort bedeutet. August 2025 | Themenseite

Die Sendereihe

Werkstatt Zukunft produziert monatlich eine TV-Sendereihe, die bei Oldenburg eins und bei weiteren Bürgersendern ausgestrahlt wird. Über unsere Website und unseren YouTube-Kanal sind unsere Videos zeitlich und räumlich unbegrenzt zu sehen.

Förderer „Globale Gerechtigkeit durch Nachhaltige Transformation“

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Gefördert durch Engagement Global... | Website

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...mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung | Website

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...und durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung | Website

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Werkstatt Zukunft in Kooperation mit Schulen in Oldenburg und im Umland sowie mit Oldenburg eins und weiteren Bürgersendern.


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