Start | Kontakt | Impressum

Werkstatt Zukunft

THEMEN > FRIEDEN - GERECHTIGKEIT - EINE WELT

‚Kölner Botschaft’ – Prominente fordern sachlichen Dialog

Von Andreas Büttner, Januar 2016

Bild
Foto Thomas Wolf via Wikimedia CC BY SA 3.0

Was haben der Präsident des 1. FC Köln, der katholische Erzbischof, ein muslimischer Schriftsteller und der Intendant des Schauspiels Köln gemeinsam? Sie setzen sich für einen sachlichen Dialog über die Probleme ein, die durch die erschreckenden Ereignisse der Silvesternacht offenkundig geworden sind.

In einer gemeinsamen Erklärung, die auch weitere Prominente, nicht nur aus Köln, unterzeichnet haben, benennen sie die Probleme und mahnen Lösungen an. Die Initiative zu dieser Erklärung ging von den regionalen Zeitungen Kölner Stadt-Anzeiger, Kölnische Rundschau, Generalanzeiger Bonn sowie der Rheinischen Post Düsseldorf aus.

Die Unterzeichner*innen formulieren vier Hauptforderungen: Keinerlei Tolerieren von sexueller Gewalt, Kampf gegen bandenmäßige Kriminalität, Konsequenzen aus dem behördlichen Versagen und Schluss mit fremdenfeindlicher Hetze – Deutschland bleibt ein gastfreundliches Land.

Die Botschaft schließt mit der Mahnung: „Eine Flüchtlingspolitik, die human, gerecht und auch langfristig ausgerichtet ist, kann es nur im europäischen Verbund geben. Daher gilt unsere Sorge heute nicht so sehr Deutschland als vielmehr Europa, das durch den neu aufflammenden Nationalismus seine Seele zu verlieren droht.“

Ein bemerkenswerter Text – zweifellos das Beste, was ich bisher zu den Ereignissen der Silvesternacht in Köln und an weiteren Orten gelesen habe.

Website | ‚Kölner Botschaft’ - der ganze Aufruf beim WDR