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Demo für eine solidarische Gesellschaft

Von Redaktion, Februar 2015

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„Für eine solidarische Gesellschaft – gegen jede Ausgrenzung“. Unter diesem Motto findet morgen, am 21. Februar 2015 eine Demo in Oldenburg statt.

Rassistisch motivierter Hass gegen den Islam, chauvinistischer Nationalismus und das Schüren von Angst vor Flüchtlingen beängstigt uns. Ob als politische Demonstration unter dem Namen PEGIDA in Dresden oder unter anderer Flagge, ob als Erfahrung von Rassismus im Alltag oder als Besorgnis vor einer „Flüchtlingswelle“ in den Medien, uns schlägt eine Welle der Ausgrenzung entgegen, die den Geist der Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz atmet. Dies alles empört uns und ruft nach einer deutlichen Antwort:

Ein klares Zeichen für ein friedliches Zusammenleben mit Menschen gleich welcher Herkunft, Religion oder Konfession, ist jetzt notwendig.

Wir treten für ein solidarisches, buntes und weltoffenes Oldenburg ein, in dem niemand wegen seiner Herkunft, seiner Hautfarbe, Kultur, Religion, politischen Meinung, seinem Geschlecht, der sexuellen Orientierung oder wegen einer Behinderung diskriminiert wird.

Wir heißen alle Menschen willkommen, die wegen Verfolgung, Krieg, Bürgerkrieg oder andren Notsituationen ihr Heimatland verlassen müssen.

Unsere Stadt soll alle Anstrengungen unternehmen, ausreichende Wohnungen zu finden, um Flüchtlinge dezentral unterbringen zu können und um sie in das gesellschaftliche Leben zu integrieren.

Den Hasspredigern gilt es Aufklärung entgegenzusetzen. Wir müssen deutlich machen:

Soziale Probleme in unserem Land können nicht dadurch gelöst werden, dass die Benachteiligten nach unten treten. Die Ursachen liegen nicht bei Flüchtlingen. Diese haben weder die Finanzkrise ausgelöst noch sind sie dafür verantwortlich, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht. Wer von „Islamisierung des Abendlandes“ redet, lenkt ab, schürt Ängste, predigt Intoleranz und spaltet die Gesellschaft.

Europa hat mit der derzeitigen Flüchtlingssituation eine besondere Verantwortung. Weltweit gibt es so viele Flüchtlinge wie nie nach dem Zweiten Weltkrieg. Vielfach sind europäische Staaten mit Waffenlieferungen, subventionierten Agrarexporten und Ressourcenausbeutung direkt für die Probleme in den Heimatländern verantwortlich. Vor diesem Hintergrund sind die europäischen Länder in der Pflicht, Menschen Schutz zu gewähren.

Um den politischen Willen für eine solidarische Gesellschaft und gegen Ausgrenzung zum Ausdruck zu bringen rufen wir zu einer Demonstration und Kundgebung auf, zu einer Manifestation gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Flüchtlingshetze.

Beginn ist am Samstag, den 21.2.2015 um 11 Uhr in Oldenburg ab Hauptbahnhof. Kundgebung um 12.30 Uhr auf dem Schlossplatz.